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Dienstag, 28. April 2026

Zwischen Lichtern und leisen Momenten

 Der Rummelplatz war an diesem Abend voller Leben.

Lichterketten spannten sich wie kleine Sterne über den Festplatz, das Karussell drehte sich langsam, und der Duft von Zuckerwatte mischte sich mit dem Klang alter Jahrmarktsmusik. Es war einer dieser Abende, an denen die Welt ein bisschen weicher wirkte.

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Sie war mit einer Freundin unterwegs, eigentlich nur, um ein wenig zu schauen, zu lachen, Erinnerungen zu sammeln. Er war allein dort, wie jedes Jahr, weil der Rummel für ihn ein Stück Kindheit war, das er nie ganz loslassen wollte.

Als sie an der Schießbude stehen blieb, um ihrer Freundin zuzusehen, wie sie versuchte, eine Rose zu treffen, stand er zufällig neben ihr. Nicht zu nah, nicht zu weit. Nur so, dass man die Anwesenheit des anderen spürte.

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Ein Schuss, ein verfehltes Ziel. Sie lachte leise. Er lächelte, ohne aufzudrängen.

„Schwerer als es aussieht“, sagte er. „Oder leichter, wenn man’s nicht zu ernst nimmt“, antwortete sie.


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Ein kurzer Blick. Ein Moment, der hängen blieb.

Sie kamen ins Gespräch — erst über die Schießbude, dann über den Rummel, dann über Dinge, die man eigentlich Fremden nicht erzählt, aber manchmal eben doch. Es war leicht, warm, unaufgeregt.

Als sie später weitergingen, verabschiedeten sie sich ohne Nummern, ohne Versprechen. Nur mit einem Gefühl, das man nicht benennen musste.


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Ein paar Wochen später

Die Stadt veranstaltete eine kleine Open-Air-Kulturreihe: Lesungen, Musik, kurze Theaterstücke. Sie war dort, allein diesmal, weil sie solche Abende mochte. Er war ebenfalls dort — nicht wegen der Veranstaltung, sondern weil er Ruhe suchte.

Sie sahen sich fast gleichzeitig. Ein kurzes Zögern, dann ein Lächeln, das sofort wieder vertraut wirkte.

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„Sie schon wieder“, sagte er. „Oder Sie“, antwortete sie.

Sie setzten sich nebeneinander, hörten der Musik zu, sprachen leise über das, was sie berührte. Es war kein lauter Abend, kein aufregender — aber einer, der sich tief anfühlte.

Als sie sich verabschiedeten, fragte er: „Darf ich Sie mal ins Kino einladen? Einfach so, ohne Anlass.“ Sie nickte. „Ja. Das wäre schön.“

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Das dritte Treffen

Ein kleines Programmkino, roter Samt, alte Sitze, ein Film, der mehr Atmosphäre als Handlung hatte. Sie saßen nebeneinander, nicht berührend, aber nah genug, dass man die Wärme spürte.

Nach dem Film gingen sie schweigend hinaus. Nicht, weil es unangenehm war — sondern weil die Stille zwischen ihnen etwas Eigenes hatte.

„Ich mag das“, sagte sie schließlich. „Was?“, fragte er. „Wie ruhig es mit dir ist.“

Er sah sie an, und in seinem Blick lag etwas, das man nicht erklären musste.

„Ich mag das auch“, sagte er.


Sie gingen weiter, langsam, Schritt für Schritt. Und irgendwann nahm er ihre Hand — vorsichtig, als würde er fragen, ohne Worte. Sie drückte sie leicht, als Antwort.

Und so begann es


Nicht mit einem großen Moment. Nicht mit Feuerwerk oder dramatischen Gesten. Sondern mit einem Rummelabend, einem Kulturabend, einem Kinobesuch. Mit kleinen Begegnungen, die sich wie Fäden ineinander webten.

Und irgendwann wussten sie beide: Manchmal findet man das Richtige nicht, wenn man sucht — sondern wenn man einfach da ist, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit dem richtigen Menschen.

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